Weihe des neuen MTW

Bericht in der PNP v. 02.08.21

Kleine Feier, aber große Freude über neues Fahrzeug

Kirchlicher Segen für den Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Breitenberg – Ein Fest mit allem Drum und Dran
Der neue Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Breitenberg führte nach dem Gottesdienst und der Segnung den Festzug vom Kirchplatz zum Feuerwehrgerätehaus an. Die Blaskapelle Breitenberg, die Ehrengäste und Feuerwehrkameraden marschierten hinterher. −Fotos: Brunner
Der neue Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Breitenberg führte nach dem Gottesdienst und der Segnung den Festzug vom Kirchplatz zum Feuerwehrgerätehaus an. Die Blaskapelle Breitenberg, die Ehrengäste und Feuerwehrkameraden marschierten hinterher. −Fotos: Brunner

 

Breitenberg. Klein, aber fein – so haben die Feuerwehr Breitenberg und die Gemeinde gestern die Fahrzeugsegnung des neuen Mannschaftstransportwagens (MTW) begangen. Wobei: So neu ist der gar nicht. Der MTW steht schon seit 2020 im Gerätehaus. Auch die offizielle Feier war bereits für letztes Jahr geplant, musste aber wegen Corona verschoben werden. Nun fand sie statt – zwar verspätet und in einem kleineren Rahmen als üblich, aber mit allem, was dazugehört.

Es gab einen Kirchenzug mit Blasmusik vom Gerätehaus zur Kirche, einen Gottesdienst, eine Fahrzeugsegnung auf dem Kirchplatz, einen Festzug zurück zum Gerätehaus und eine kleine Feier mit Musik. Allerdings war der Kreis der Teilnehmer überschaubar. Außer der Feuerwehr Breitenberg mit 1.Vorsitzenden Engelbert Fesl, 2.Vorsitzenden Daniel Schauberger, Kommandant Hans Grimbs und dessen Vize Hans Süß sowie den Kameraden waren Fahnenmutter Astrid Kosak, das Kommandanten-Duo Heinz Niederl und Roland Höpfl sowie 1.Vorsitzender Christoph Höpfl von der Patenfeuerwehr Gegenbach, Kreisbrandrat Josef Ascher, Bürgermeister Adolf Barth und Altbürgermeister Helmut Rührl sowie einige wenige befreundete Feuerwehrler aus Österreich da, 1.Kommandant Roland Katzinger sowie die Ehrenkommandanten Max Öller, Alois Leitner und Herbert Stahlberger von der Feuerwehr Sarleinsbach sowie Rohrbachs Ehrenbezirksfeuerwehrkommandant Erich Nößlböck.

Die meisten Teilnehmer des Festes gehörten also jener Gruppe an, die nach den Worten von Pfarrer Wolfgang Hann von Weyhern "einer verrückten Freizeitbeschäftigung" nachgehen. "Sie gehen in brennende Häuser, springen mitten in der Nacht aus den Betten, um Menschen zu retten, sie pumpen Keller leer und sichern und bergen explosive Stoffe." Die Feuerwehren wüssten, was Menschen alles Schlimmes passieren könne. "Und sie wollen helfen und dienen", sagte er. Die jüngste Flutkatastrophe habe gezeigt, wie wichtig es sei, dass es Menschen gebe, die für andere da seien.

Bei dem Gottesdienst, durch den sich die Feuerwehr von der Lesung über die Predigt und die Fürbitten bis zum Schlusslied wie der sprichwörtliche rote Faden zog, bat der Geistliche nicht nur um Gottes Schutz für die Helfer; er gedachte auch der verstorbenen Kameraden und erinnerte an das Leid der Menschen in den Katastrophengebieten. Um im Unglücksfall wirkungsvoll Hilfe zu leisten, brauche die Feuerwehr entsprechendes Gerät, sagte Pfarrer Wolfgang Hann, der nach dem Florianslied auf dem Kirchplatz den MTW segnete und dazu eine Christophorus-Plakette, die Fahnenmutter Astrid Kosak der Feuerwehr schenkte. Sie möge Garant dafür sein, dass die Kameraden immer heil zurückkommen von Übungen und Einsätzen.

Bürgermeister Adolf Barth erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass der Kauf des MTW noch unter seinem Vorgänger Helmut Rührl beschlossen worden war – und dass die Fahrzeugsegnung eigentlich noch in dessen Amtszeit hätte stattfinden sollen. Er lieferte – ebenso wie anschließend 1.Kommandant Hans Grimbs – einige Zahlen zum MTW (siehe "Ein Meilenstein für den Verein") und überreichte Grimbs und dessen Vize Hans Süß einen Riesen-Schlüssel – Symbol dafür, dass das Fahrzeug nun offiziell in Dienst gestellt ist.

Kreisbrandrat Josef Ascher nahm ebenfalls Bezug auf die häufigen und schweren Unwetter. Die Welt verändere sich. Wer wirksam helfen wolle, brauche dafür Fahrzeuge und Maschinen. "Das zeigt, dass solch ein neues Fahrzeug kein Wunsch der Feuerwehr ist, sondern eine Notwendigkeit", stellte Josef Ascher klar.

 

Sie freuten sich, dass das neue Fahrzeug der Breitenberger Wehr endlich offiziell in Dienst gestellt wurde: Kreisbrandrat Josef Ascher (vorne, v.l.), 1.Vorsitzender Engelbert Fesl, 2.Vorsitzender Daniel Schauberger, Altbürgermeister Helmut Rührl, Fahnenmutter Astrid Kosak, Bürgermeister Adolf Barth, 1.Kommandant Hans Grimbs und 2.Kommandant Hans Süß.

Sie freuten sich, dass das neue Fahrzeug der Breitenberger Wehr endlich offiziell in Dienst gestellt wurde: Kreisbrandrat Josef Ascher (vorne, v.l.), 1.Vorsitzender Engelbert Fesl, 2.Vorsitzender Daniel Schauberger, Altbürgermeister Helmut Rührl, Fahnenmutter Astrid Kosak, Bürgermeister Adolf Barth, 1.Kommandant Hans Grimbs und 2.Kommandant Hans Süß.

 

"Mal schauen, ob er Schlüssel passt", meinte Bürgermeister Adolf Barth (vorne, v.l.) und überreichte dem Kommandanten-Duo Hans Grimbs und Hans Süß dieses überdimensionale Exemplar. Hans Grimbs sagte, der Riesen-Schlüssel bekomme einen Ehrenplatz im Gerätehaus.

 

Der Breitenberger Pfarrer Wolfgang Hann von Weyhern segnete den neuen Mannschaftstransporter und eine Christophorus-Plakette. Er sparte dabei nicht mit Weihwasser – ganz nach dem Motto
Der Breitenberger Pfarrer Wolfgang Hann von Weyhern segnete den neuen Mannschaftstransporter und eine Christophorus-Plakette. Er sparte dabei nicht mit Weihwasser – ganz nach dem Motto "viel hilft viel". Zuvor hatte er die Umstehenden aber gewarnt – sie nahmen’s mit Humor.

 

Die Musik spielt wieder – endlich: Für die Blaskapelle Breitenberg mit ihrem Dirigenten Oliver Wurster (l.) war die Fahrzeugweihe der erste offizielle Auftritt seit Beginn der Pandemie. Die Musiker spielten beim Kirchenzug, gestalteten den Gottesdienst und unterhielten bei dem kleinen Fest.
Die Musik spielt wieder – endlich: Für die Blaskapelle Breitenberg mit ihrem Dirigenten Oliver Wurster (l.) war die Fahrzeugweihe der erste offizielle Auftritt seit Beginn der Pandemie. Die Musiker spielten beim Kirchenzug, gestalteten den Gottesdienst und unterhielten bei dem kleinen Fest.

  - Text und Fotos: Carola Brunner - 

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