Friedenslicht 2021

Bericht in der PNP vom 27.12.2021 von Wolfgang Krinninger
Foto: Krinninger/PNP

Sie hoffen, die Friedenslicht-Aktion 2022 wieder "normal" durchführen zu können: (v.l.) Engelbert Fesl, 1. Vorsitzender Feuerwehr Breitenberg, Kreisbrandrat Josef Ascher, Josef Bröderbauer, Bezirks-Feuerwehrkommandant Bezirk Rohrbach, Johann Grimbs, 1. Kommandant Feuerwehr Breitenberg, Alois Fischl, 1. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Passau, Breitenbergs 2. Bürgermeister Michael Moser, Wolfgang Blahnik, Stellvertretender Kommandant Feuerwehr Aigen, Landrat Raimund Kneidinger, Thomas Stockinger, 1. Kommandant Feuerwehr Aigen, Pfarrer Wolfgang Hann, Altlandrat Hanns Dorfner, Günther Gierlinger, Abschnittsfeuerwehr-Kommandant Bezirk Rohrbach, Altlandrat Franz Meyer und Altbürgermeister Helmut Rührl. −Fotos: Krinninger

 

Das Friedenslicht von Bethlehem geht um die Welt

Friedenslicht in Breitenberg übergeben – Jubiläum nur im kleinen Rahmen – Feuerwehrleute als Boten des Friedens

Ein kleines Licht geht als Friedenssymbol von Bethlehem aus um die Welt. In den vergangenen 30 Jahren hat die Übergabe dieses Friedenslichts zudem die Feuerwehren aus Niederbayern und Oberösterreich noch enger zusammengeschmiedet.

Und: Tausende Familien möchten diesen Brauch zu Beginn der Weihnachtsfeiertage nicht mehr missen. Es hätte also Gründe genug gegeben, dieses Jubiläum in einer vollen Breitenberger Pfarrkirche groß zu feiern. Doch einmal mehr bestimmte Corona Ablauf und Umfang mit. Feuerwehren, Politiker und Pfarrer Wolfgang Hann schafften es dennoch, die 30. Friedenslichtübergabe in einer Andacht feierlich zu begehen.

Abordnungen der ganzen Region in Breitenberg

"Wenn ein kleines Licht viele Lichter entzündet, kann ein Lichtermeer entstehen, das niemand mehr übersehen kann." Mit diesen Worten erklärte Pfarrer Wolfgang Hann die eigentliche Idee des Friedenslichts. Diese kleine Flamme sei ein Geschenk, "eine Erinnerung an das Versprechen Gottes, immer bei uns zu sein". Pfarrer Hann ermunterte die Feuerwehr-Vertreter, die mit kleinen Abordnungen aus der gesamten Region nach Breitenberg gekommen waren, zu Boten des Friedens zu werden, neue Wege zu suchen, um in einer Welt voller Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Armut Zeichen des Friedens zu setzen. Durch Jesus sei man als Christ untrennbar mit der Liebe Gottes verbunden. Dieses Band schenke Kraft und Hoffnung.

Drei Landräte waren vor Ort

Zuvor hatte Breitenbergs Feuerwehr-Vorstand Engelbert Fesl die Gäste begrüßt, darunter Landrat Raimund Kneidinger sowie die Altlandräte Franz Meyer und Hanns Dorfner und viele hochrangige Feuerwehr-Vertreter von dies- und jenseits der Grenze. Fesl erinnerte an die drei Männer, die die Friedenslichtübergabe in Breitenberg initiiert hatten: der 2015 verstorbene Wolfgang Hainzl sowie Josef Hainzl auf Breitenberger Seite und Kurt Schopper auf Aigener Seite. Und er skizzierte den Weg des Lichts von der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem nach Österreich und schließlich nach Bayern.

Mit Austrian Airlines aus dem Heiligen Land nach Österreich

Coronabedingt war auch heuer keine Reise ins Heilige Land möglich. Die neunjährige Rianna Danho aus Bethlehem entzündete mit der Flamme in der Geburtsgrotte Jesu eine Laterne, die dann mit Austrian Airlines nach Österreich gebracht wurde. Das diesjährige Friedenslichtkind Tobias Nußbaumer übernahm das leuchtende Weihnachtssymbol am Flughafen Wien-Schwechat. Er war ausgewählt worden, weil er als besonders engagierter Jungfeuerwehrmann selbst schon mitgeholfen hat, das Licht aus Bethlehem in seinem Heimatort Kirchham (Bezirk Gmunden in Oberösterreich) zu verteilen. "Ich kenne den Brauch von klein auf und bin sehr stolz, stellvertretend für alle Feuerwehrleute im Land heuer das Friedenslichtkind zu sein", zitierte Engelbert Fesl den Buben.

Ein Zeichen des Friedens, der Hoffnung und des Miteinanders

Dankbarkeit, Hoffnung und die weihnachtliche Frohbotschaft – das waren die zentralen Inhalte der anschließenden Grußworte. Breitenbergs Vizebürgermeister Michael Moser betonte, das Friedenslicht sei als Zeichen des Friedens, der Hoffnung und des Miteinanders wichtiger denn je. Es sei ein Appell zur Freundschaft über Religionsgrenzen, Rang und Herkunft hinweg. Landrat Raimund Kneidinger erinnerte daran, "dass wir gerade in Zeiten der Herausforderung große Solidarität erfahren dürfen – und das gerade mit Blick auf unsere Feuerwehren". Das Friedenslicht stehe für den großen gemeinsamen Gedanken "Gott zur Ehr, den Menschen zur Wehr", der die christliche Tradition der Wehren auszeichne. Die Übergabe des Friedenslichts in der Breitenberger Pfarrkirche gehöre seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den großen Ereignissen vor dem Jahreswechsel. Dieses Licht erfülle die Herzen und sei ein strahlendes Zeichen der Freundschaft und Feuerwehr-Kameradschaft über Grenzen hinweg.

Auch Kreisbrandrat Josef Ascher und Bezirkskommandant Josef Bröderbauer erinnerten an die hoffnungsvolle Botschaft der kleinen Flamme. "Ihr heller Schein dringt tief in unsere Herzen und gibt uns Kraft, um unsere Aufgaben zu meistern", sagte Ascher. "Es tut gut, es verbindet, es gibt Mut und hat die Kraft, versteinerte Herzen zu erwärmen", ergänzte Bröderbauer.

"Nicht den Chaoten hinterher laufen"

"Nächstes Jahr, das glaube ich ganz fest, werden wir wieder vor einer vollen Kirche stehen" – mit dieser Hoffnung sprach Aigens Kommandant Thomas Stockinger wohl allen Anwesenden aus der Seele. Und er sagte deutlich, was dazu seiner Ansicht nach jetzt nötig ist: "Laufen wir nicht rechten oder linken Chaoten hinterher, deren einziges Ziel das Ausüben von Gewalt gegen den Staat oder gegen Gesundheitseinrichtungen und Medien ist. Schenken wir seriösen Wissenschaftlern Glauben anstatt Informationen aus dubiosen Internet-Quellen zu beziehen." Mut mache ihm in dem Zusammenhang eine Kundgebung in Wien, wo zigtausende Menschen mit einem friedlichen Lichtermeer der Opfer der Pandemie gedacht haben.

Getragen von diesen vielen Hoffnungen machten sich die Lichtträger der Feuerwehren anschließend auf den Weg hinaus in die Gemeinden, wo sie von vielen Menschen schon erwartet wurden.

 

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