150 Jahre FF Breitenberg

Unser Gründungsfest

An drei Tagen mit traumhaften Wetter durften wir unser 150jähriges feiern. Nach über einem Jahr der Vorbereitung und einer Woche intensiven Aufbau´s startete das Fest am Freitg mit dem Totengedenken. Zusammen mit unserem Patenverein FF Gegenbach und der musikalischen Begleitung durch die Blaskapelle Breitenberg marschierten wir zum Missionskreuz am Breitenberger Friedhof und gedachten unseren verstorbenen Kameraden. Dabei wurden auch die Namen der in den letzten 25 Jahren Verstorbenen vorgelesen. Im Anschluß startete der Festakt in der Aula der Schule Breitenberg mit den Ehrungen für verdiente Kameraden der FF Breitenberg und der FF Gegenbach.

Im Festzelt herrschte dann Partystimmung den den Midnight Ladies.

Samstag war dann der Tag der Oldtimer. Nachmittags trafen viele Zweiräder, Pkw´s und Traktoren älteren Baujahrs am Höpflberg ein. Im Festzelt unterhielten derweil Anna und Franzi die Gäste. Ab 17:30 Uhr bewegte sich wieder ein großer Troß an historischen Fahrzeugen durch Breitenberg. Abends spielte im Festzelt die Band "Die Dorfer" für die Gäste auf.

Sonntag war schließlich der große Tag. 66 Vereine hatten sich für unser Fest angemeldet!                        Startschuß war um 06:15 Uhr mit dem musikalischen Weckruf zusammen mit der Blaskapelle Breitenberg und der Abholung der Fahnenmutter Astrid Kosak. Diese verköstigte uns mit einem Weißwurstfrühstück und anschließend stand die Abholung des Patenvereins FF Gegenbach auf dem Programm. Ab 08:00 Uhr trafen nach und nach die angekündigten Vereine und weitere 4 Musikapellen (Blaskapelle Sonnen, Thalberg, Neureichenau und Schwarzenberg) ein.

Der Kirchenzug begann um 09:30 Uhr und die 66 Vereine marschierten aufgeteilt in 5 Züge zur Pfarrkirche Breitenberg. Diese füllte sich nach und nach und die im Spalier aufgestellten Fahnen gaben in imposantes Bild ab. Den Festgottesdiest zelebrierte Pfarrer Hann von Weyhern. Die Segnung und Übergabe der Fahnenbänder an die FF Gegenbach und FF Breitenberg fand im Anschluß des Gottesdienstes statt. Danach wurden in der Pfarrkirche noch die Festansprachen gehalten.

Der große Festzug schloß sich schließlich wieder aufgeteilt auf 5 Züge an und gegen 12:15 Uhr traf dieser am Festzelt ein. Die Verköstung der vielen Gäste stellte sich nun als große Herausforderung dar. Diese konnte aber durch die große Unterstützung der weiteren Vereine aus Breitenberg gemeistert werden.

Die einzelnen Blaskapellen unterhielten am Nachmittag die Gäste im Festzelt.

Am Abend startete der Festausklang mit der Band "Boarisch Beat" und gegen 22:00 Uhr war noch die große Verlosung, bei der es u.a. 1000 Euro zu gewinnen gab.

Die FF Breitenberg sagt allen Gästen und Vereinen ein herzliches Vergelt´s Gott für die Teilnahme und Unterstützung bei dem sicherlich großartigen Fest. Besonders zu erwähnen sind hier unsere Partnerwehr FF Gegenbach sowie die Vereine in der Gemeinde Breitenberg, ohne die wir diese Fest nicht stemmen hätten können. Nochmals Dank hierfür!

Der Bericht in der PNP ist am Schluß des Eintrages zum Nachlesen angehängt!

 

Bericht in der PNP

"Dieses Fest wird in die Geschichte eingehen"

Breitenberger feiern drei Tage lang das 150-jährige Bestehen ihrer Feuerwehr – Festzug mit fünf Kapellen und 65 Vereinen

Helmut Preuß 16.08.2022 | Stand 19.08.2022, 00:57 Uhr

Die Breitenberger Jubelfeuerwehr mit Kommandant Johann Grimbs (rechts vorne) marschiert an der Spitze des langen Festzugs durch den Ort. −Fotos: Preuß

 

Breitenberg. Es war sicher eines der größten Feuerwehrfeste der letzten Jahre im Landkreis. Bei den dreitägigen Jubelfeiern zum 150.Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Breitenberg am Wochenende gaben sich beim rund zwei Kilometer langen Festzug fünf Blaskapellen, 65 angemeldete Feuerwehren und Vereine, zahlreiche Ehrengäste und Feuerwehrführungskräfte die Ehre.

Ein glänzender Festgottesdienst mit Bändersegnung war vorausgegangen. Hinzu kamen Totengedenken und Ehrenzeichenverleihung, eine akribisch ausgearbeitete Festschrift, ein Oldtimerumzug mit 350 Fahrzeugen, und das dreitägige Feiern im Festzelt als starkes Zeichen von Leistungskraft, Wertschätzung, Zusammenhalt und der tiefen Verankerung der Breitenberger Wehr in der Bevölkerung.

Fast ein ganzes Jahr lang hatten die Vorbereitungen gedauert, gestand der 1.Vorsitzende der Breitenberger Wehr, Engelbert Fesl. Zeit und Mühen aber haben sich mehr als gelohnt und bewiesen, "dass ohne unsere Feuerwehren in unserer Heimat gar nichts geht", wie stellvertretender Landrat Hans Koller in seiner Festrede bekannte. "Die Aktiven in unseren Feuerwehren sind Universalgenies", sagte er, "Menschen, die sich zu ihrer Heimat bekennen und Werte nach außen hin vertreten." Dabei vereine auch die Breitenberger Wehr in ihren Reihen Bürger aus allen Gesellschaftsschichten, die weit mehr erledigten als ihre Pflicht, die nicht wegschauten, wenn andere in Not gerieten, sondern helfen und zupacken würden. Und das jeden Tag rund um die Uhr.

 

 

Die Fahnenbänder, die Jubel- u. Partnerwehr sich zum Jubiläum übereignen, segnet Pfarrer Wolfgang Hann von Weyhern    Die Fahnenbänder, die Jubel- und Patenwehr sich zum Jubiläum gegenseitig übereignen, segnet Pfarrer Wolfgang Hann von Weyhern.

 

"Wir alle sind stolz auf euch. Die Gemeinde steht Schulter an Schulter mit ihrer Feuerwehr", sagte der Schirmherr, Bürgermeister Adolf Barth, in seiner Festrede. Ob bei Unfällen, Bränden oder Naturkatastrophen, es werde geholfen, und das bei Gefährdung der eigenen Gesundheit, manchmal sogar des Lebens. Schäden und Leid bei Brand oder Unfall wären ohne die Wehr vielfach größer, meinte er. Nicht das "Ich", sondern das "Wir" stehe im Mittelpunkt. Und dabei würden Übungen, Lehrgänge und Leistungsprüfungen ausschließlich in der Freizeit absolviert.

 

Vom vielfältigen Engagement der Breitenberger Wehr erzählt deren 1.Vorsitzender Engelbert Fesl (r.) in seiner Rede in der Pfarrkirche.

 

Unter den 270 Mitgliedernsind 73 Aktive

Die Breitenberger Wehr pflege zudem den Kontakt nach Österreich besonders intensiv, widme sich dem Wettbewerbswesen und sorge seit Jahrzehnten für eine beispielhafte Jugendarbeit, sagte Adolf Barth. Nachwuchssorgen gebe es deshalb nicht, wie Engelbert Fesl in seinem Redebeitrag bestätigte. Bei 270 Mitgliedern zähle man 73 Aktive.

 

       

Die Festgäste sind beim Gottesdienst in der Breitenberger Kirche St.Raymund zahlreich vertreten mit (linkes Bild, v.l.) Fahnenmutter Astrid Kosak, Sophie Hartl und Judith Laus von der Jugendfeuerwehr, Altbürgermeister Helmut Rührl, Altlandrat Franz Meyer und stellvertretendem Landrat Hans Koller sowie (rechtes Bild, v.r.) Schirmherr und Bürgermeister Adolf Barth, seinen Stellvertretern Michael Moser und Reinhard Hofmann und den Gemeinderäten Klaus Steindl und Reiner Angerer.

 

Dass bei all dem Engagement auch eine moderne technische Ausstattung unerlässlich sei und ihre ganz eigene Geschichte habe, das betonte Vorsitzender Engelbert Fesl. Er verwies auf die Robel-Motorspritze, die 1942 in Betrieb ging, den 1965 erstandenen "roten Muckl", ein LF8-Löschfahrzeug, den Kauf des Tanklöschfahrzeugs (TLF) 16/25 im Jahr 1980, das Löschfahrzeug TSF, das 2007 den "roten Muckl" ablöste und den MercedesSprinter, der den Fuhrpark seit vergangenem Jahr ergänzt. Hinzu kamen Gerätehaus-Neubauten 1980 und 2002.

 

     Der Patenverein, die Freiwillige Feuerwehr Gegenbach, begleitet die Breitenberger Wehr über die gesamten drei Festtage.

 

Fesl erinnerte an die Übergabe des Friedenslichts, das jährlich am 24.Dezember von Breitenberg aus in den Landkreis weitergegeben werde. Der Vorsitzende dankte besonders den Fahnenmüttern der Breitenberger Wehrleute, Astrid Kosak, die das Amt seit 1997 innehat, und Ehrenfahnenmutter Anneliese Rabenbauer, die anlässlich des Jubiläums "mit einer großzügigen Spende für die Jugendarbeit" ihre Solidarität mit der Breitenberger Wehr erneut bewiesen habe. "Diese Solidarität und dieser Zusammenhalt von euch allen, das ist etwas Großartiges", sagte Fesl.

 

 Eine von fünf Blaskapellen, die an dem rund zwei Kilometer langen Festzug teilnehmen, ist die Kapelle aus Neureichenau.

 

Kreisbrandrat Josef Ascher, oberster Feuerwehrler im Landkreis und selbst Sohn der Breitenberger Wehr, zeigte sich ergriffen und stolz von den dreitägigen Festereignissen und der spürbaren Verbundenheit der Breitenberger mit "ihrer" Feuerwehr. "Dieses großartige Fest wird in die Geschichte eingehen", sagte er. Ihn persönlich freue es besonders, das bei seiner Heimatfeuerwehr mitzuerleben. Ascher verwies auf die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamts in Bayern generell, "das ganz unterschiedlich geprägt ist", mal kürzer und mal länger andauere. "Bei der Feuerwehr dauert es meist länger", verwies er auf die enge Verbundenheit der Aktiven mit ihrer Aufgabe.

 

 Die Fahnen der 65 teilnehmenden Wehren und Vereine – auch aus Tschechien und Österreich – werden vor dem Festzelt abgestellt.

"Die Kultur derBarmherzigkeit bewahren"

Pfarrer Wolfgang Hann predigte beim Festgottesdienst zum vielfach zitierten Feuerwehr-Leitspruch "Gott zu Ehr’, dem Nächsten zur Wehr". Letzteres sei leicht einsehbar bei all den Hilfeleistungen in Not und Unglück, sagte er und verwies auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Nicht die Angesehenen, Priester und Levit, habe Gott helfen lassen, sondern den Samariter, der als "Ausländer schlecht angesehen war", letztlich dem Verwundeten aber sogar noch Geld dagelassen habe. "Diese Kultur der Barmherzigkeit ist stark", sagte der Pfarrer.

 

  Die Pfarrkirche ist beim Festgottesdienst voll besetzt. An den Seitenwänden bilden die Fahnenabordnungen ein beeindruckendes Spalier.

 

Schwieriger sei es, sich dem "Gott zur Ehr’" anzunähern. Dabei werde bei vielen Einsätzen, Bränden oder Naturkatastrophen die Schutzlosigkeit des Einzelnen deutlich, wie ihre Bewältigung seine Kräfte überstiegen, bei den großen Waldbränden der jüngeren Vergangenheit etwa. Zudem seien menschliche Fehlleistungen häufig Ursache vieler Unglücksfälle. "Oft sind schon kleine Fehler der Grund für ein großes Desaster", sagte der Pfarrer. Dabei wolle der Mensch doch die Welt beherrschen, sie sich untertan machen.

Gott aber könne man kein Schnippchen schlagen. Vielmehr gebe man Gott die Ehre, wenn man ums Leben eines Menschen kämpfe, habe er etwas so Wunderbares doch erschaffen. In diesem Bestreben also dürfe man nicht nachlassen, ohne Ansehen der Person. "Die Kultur der Barmherzigkeit darf in einer immer kommerzieller werdenden Gesellschaft nicht verloren gehen", appellierte Pfarrer Wolfgang Hann an die Anwesenden in der voll besetzten Pfarrkirche.
Über Ehrungen und Auszeichnungen, das Totengedenken und das Oldtimertreffen wird gesondert berichtet.

Helmut Preuß

 

 

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